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Pantha Rhei - Alles fließt.

Vor ziemlich genau einer Woche lag ich flach.

Die Mandeln waren dick, mein Körper fühlte sich matschig an und der Kopf dröhnte, als würde jemand gegen meine Schläfen trommeln.

Und das seit bereits 11 Tagen. Ich war mittlerweile wirklich mürbe.


Dazu dieses innere Kopfkino mit Katastrophen-Szenarien wie:


„Scheiße, wie lange liege ich hier noch rum?“

„Das hört ja nie auf!“

„Oh Gott, wie schaffe ich das alles überhaupt?“

„Wann kann ich endlich wieder arbeiten?“

„Bin ich beim Tanzabschluss meiner Tochter wieder fit?“


Kennst du das?

Wenn der Kopf Worst-Case-Szenarien produziert und sich alles nur noch eng und schwer anfühlt?



Wenn der Körper streikt und der Kopf katastrophiert


In diesem Zustand ist es sehr einfach, im Widerstand zu sein, in den Kampf mit dem Körper zu gehen und gegen das zu sein, was gerade da ist.

Verständlich. Wenn etwas unangenehm ist, wollen wir es weg haben.

Blöd nur, es ändert nichts. Im Gegenteil, es verstärkt die ganze Sache noch.

Eine belastende Situation, die sich immer weiter zuspitzt, wenn wir nicht lernen, sie zu unterbrechen.


Und genau das war meine Lektion:


Nichts ist statisch. Alles fließt. Auch das hier.


Je mehr ich innerlich dagegen angekämpft habe, je mehr ich auf Krampf wollte, dass es anders ist, desto schlimmer fühlte es sich an.

Noch mehr Enge, noch mehr Druck und noch mehr Angst.


Also habe ich mich bewusst erinnert:


Das ist jetzt ein Zustand. Nicht der Zustand und er ist nicht für immer.

Er ist nicht die Wahrheit über mein ganzes Leben.


Ich habe den Fokus verschoben.

Weg vom dem „Problem“, hin zu Heilung, zu Annahme und zu Vertrauen.


Nicht im Sinne von:

„Na toll, dann finde ich das jetzt super, krank zu sein.“

Sondern im Sinne von:

„Okay, das ist jetzt gerade so. Mein Körper heilt und ich darf ihm vertrauen.“


Ich gebe zu, das ist die absolute Königsdiziplin in der Persönlichkeitsentwicklung und ich übe immer noch an der Umsetzung ;).


Freundin Körper


Gleichzeitig ist mir in dieser Woche noch etwas anderes ganz tief bewusst geworden:


Was für ein Wunderwerk mein Körper ist.

Und wie lieblos und achtlos ich oft mit ihm umgehe.


Ich stopfe oft Dinge in mich hinein, von denen ich genau weiß, dass sie mich nicht nähren. Mir nicht gut tun und Energie rauben.

Ich esse „Murks“, funktioniere weiter, übergehe meine Müdigkeit, Spannungen und Signale meines Körper.


Und erst wenn er nicht mehr „funktioniert“,

werde ich wach und bin verdutzt.


Meine Krankheit war für mich ein Weckruf.

Wie eine „liebevolle“ und sehr deutliche Einladung:


Übernimm Verantwortung.

Für dich.

Für deinen Körper.

Für deine Energie.


Das habe ich gemacht.

Ich habe seitdem sehr bewusst darauf geachtet, was ich mir zuführe, an Nahrung, an Eindrücken, an Bewegung, an Kontakten.


Ich habe mich gefragt:


„Was tut meinem Körper jetzt wirklich gut?“

Nicht: „Was ist bequem?“

Nicht: „Was ist schnell?“

Sondern: „Was nährt mich?“


Ich habe Bewegung wieder in meinen Tag einfließen lassen,

ganz sanft und liebevoll, ohne Druck.

Ich habe meinem Körper wieder zugehört, statt ihn zu übergehen.


Heilung kann ganz schnell gehen


Und das Ergebnis nach nur wenigen Tagen war faszinierend.


Heute ist Sonntag.

Gestern, also genau eine Woche später, war ich auf dem Abschlussball meiner Tochter.


Ich habe getanzt und gelacht.

Ich habe mich wunderschön gefühlt.

Und war gleichzeitig so dankbar und demütig für meinen wunderbaren Körper.


Wenn mir das jemand vor einer Woche gesagt hätte, als ich mit pochendem Kopf im Bett lag und dachte, ich komme da nie wieder richtig raus, hätte ich es kaum glauben können.


Das ist Pantha Rhei.

Nichts bleibt, wie es ist.

Weder die Dunkelheit, noch das Licht.


Zyklisch leben statt funktionieren


Wir leben in Zyklen.

In Hochs und Tiefs.

In Wellenbewegungen.


Und hier möchte ich eine zweite, tiefere Ebene aufmachen, besonders für uns Frauen.


Wir sind zyklische Wesen.

Wir sind nicht linear, nicht konstant leistungsfähig, nicht immer auf demselben Energielevel.


Allein unser weiblicher Zyklus ist ein lebendiger Beweis dafür.

Hormonell durchlaufen wir jeden Monat Frühling, Sommer, Herbst und Winter.


Im inneren Frühling blühen wir auf.

Neue Ideen, Leichtigkeit, Neugier und Energie kommt zurück ins System.


Im inneren Sommer sind wir in unserer Kraft.

Sichtbar, strahlend, umsetzend, kontaktfreudig und nach außen gerichtet.


Im inneren Herbst beginnt das Loslassen.

Reflexion, sortieren, klären, weniger Außen und mehr Innen.


Und im inneren Winter? Da ist Rückzug.

Stillwerden, wenig Energie, Kräfte tanken und Regeneration.


Raus aus dem Funktionieren


Und genau diese zyklische Phase des Herbst und Winters wird in unserer Gesellschaft so oft abgewertet.

Weil Aktionismus, ein Reaktionsmuster aus kindlicher Überlebensstrategie, gesellschaftlich so anerkannt ist.


Wir leben in einer Welt, die männlich geprägt ist - linear, funktionierend und leistungsorientiert.

Eine Welt, die uns subtil (und manchmal sehr direkt) einredet, wir müssten immer gleichbleibende Energie haben, immer funktionieren, immer liefern, immer „on“ sein.


Allerdings entspricht das null unserer wahren Urnatur.

Unsere Natur ist zyklisch, wellenförmig und rhythmisch.


Wenn wir versuchen, uns permanent wie Maschinen zu behandeln, übergehen wir unseren Körper, unsere Seele und unsere Wahrheit.


Meine Krankheit war für mich wie ein erzwungener innerer Winter. Ein Stoppschild.

Nicht, um mich zu bestrafen, sondern um mich zu erinnern.

Daran, dass Heilung nicht im Widerstand entsteht, sondern im Zulassen, im Annehmen und im Vertrauen.

Auch die liebevolle Wertschätzung für meinen physischen Körper, der jeden Tag Unglaubliches für mich leistet.


Vertrauen ins Leben


Heute, eine Woche später, ist wieder Frühling. der Winter ist vorbei.


Ich blühe auf.

Ich tanze.

Ich lebe und lache.

Ich fühle mich schön.


Und ich weiß:


Auch das wird sich wieder verändern.

Irgendwann kommt wieder Herbst, wieder Winter, wieder Frühling...


Pantha Rhei. Alles fließt.


Das ist deine Einladung für heute:


Hör deinem Körper wieder zu.

Behandle ihn nicht als Maschine, die funktionieren soll, sondern als lebendiges Wunderwerk.


Mit dir ist nichts „falsch“, wenn du nicht immer gleich viel Energie hast.

Wenn du Phasen brauchst, in denen du dich zurückziehst.

Wenn du müde bist und still wirst.


Das ist kein Versagen. Das ist deine Natur.

Egal, wo du gerade stehst, in einem im stillen Winter oder einem strahlenden Sommer:


Nichts ist statisch. Alles fließt.


Auch das hier. Auch du. Auch dein Leben.


Das größte Geschenk, das du dir selbst machen kannst, ist aufzuhören zu kämpfen, gegen dich und das Leben mit seinen Zyklen.


Meine Unterstützung auf deinem Weg


Raus aus dem Funktionieren, rein in dein echtes, lebendiges Leben.

Wenn du deinen eigenen Rhythmus wieder leben, deinem Körper verstehen und Vertrauen ins Leben entwickeln möchtest, dann schreib mir.


Meine Einladung an dich


Nimm dich selbst wieder bewusster wahr.

Sei verständnisvoll und erkenne dich an, als das, was du bist - ein sich ständig wandelndes Wunder ✨✨✨.





In Liebe

Andrea



 
 
 

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