Die Rauhnächte – eine stille Einladung, dich wieder zu erinnern
- Andrea Arndt

- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Dez. 2025
Was sind die Rauhnächte?
Es gibt Zeiten im Jahr, die nicht dafür gedacht sind, produktiv zu sein.
Nicht, um Ziele zu setzen.
Nicht, um etwas „besser“ zu machen.
Die Rauhnächte gehören genau zu diesen Zeiten.
Sie sind eine Schwelle.
Ein Dazwischen.
Eine Zeit, in der die äußere Welt leiser wird, damit das Innere wieder
hörbar werden kann.
Und vielleicht spürst du, wie ich:
Dafür müssen wir nichts kaufen.
Keine Sets, keine Anleitungen, keine Programme.
Nur Präsenz und Ehrlichkeit sind wichtig.
Ursprung & Bedeutung der Rauhnächte
Die Rauhnächte entstammen einem alten Wissen über Zeit.
Ein Sonnenjahr zählt 365 Tage.
Ein Mondjahr – zwölf Mondzyklen – kommt auf etwa 354 Tage.
Warum es die Rauhnächte gibt?
Dazwischen liegen diese besonderen Tage und Nächte, die keiner Zeit wirklich zugeordnet sind.
Sie gehören weder ganz zum alten, noch schon zum neuen Jahr.
Früher galten sie als:
durchlässig
unbestimmt
offen für das, was sonst keinen Raum findet.
Eine Zeit, in der das Unbewusste sprechen darf.
In der wir nicht verstehen müssen, sondern lauschen dürfen.
Wann beginnen die Rauhnächte?
Vielleicht bist du darüber schon gestolpert.
Die einen sprechen vom 21. Dezember, andere vom 24. oder 25.
Und die Wahrheit ist: Alle haben recht, auf ihre Weise.
Die Rauhnächte lassen sich weniger an einem Datum festmachen als an einem inneren Übergang.
Wintersonnenwende (21./22. Dezember):
Rückkehr des Lichts, Stillstand der Natur
Weihnachten (24./25. Dezember):
Neubeginn, Geburt, innere Ausrichtung
Klassische Rauhnächte (25. Dezember – 6. Januar):
Zwölf Nächte, die symbolisch für die kommenden Monate stehen
Du darfst sie als Feld begreifen, nicht als Regelwerk.
Ein Raum, der sich öffnet und in den du eintreten kannst,
wann immer es sich stimmig für dich anfühlt.
Rauhnächte feiern als stille Praxis
Du brauchst dafür nicht viel.
Ein Notizbuch.
Eine Kerze.
Ein paar Minuten Zeit.
Und dich.
Mehr nicht.
Einfaches Rauhnachtsritual
Zünde eine Kerze an.
Nimm drei bewusste Atemzüge.
Spüre deinen Körper.
Dann stelle dir eine einzige Frage:
„Was möchte sich mir gerade zeigen, ohne dass ich es verstehen muss?“
Schreibe alles auf, was kommt.
Gefühle. Bilder. Gedanken. Körperempfindungen. Träume.
Nicht ordnen.
Nicht deuten.
Nicht bewerten.
Zum Abschluss kannst du leise sagen:
„Ich vertraue dem, was sich zeigt, auch wenn ich es noch nicht einordnen kann.“
Dann lösche die Kerze.
Und lass es wirken.
Rauhnachtskonsum darfst du bewusst weglassen
Die Rauhnächte sind kein Projekt.
Kein Optimierungsprogramm.
Keine Aufgabe, die „richtig“ gemacht werden muss.
Du musst:
keine Wünsche verbrennen
keine Monatspläne erstellen
keine Rituale perfekt durchführen
Die Rauhnächte wirken nicht durch Tun.
Sie wirken durch Raum.
Deine innere Ausrichtung
Vielleicht ist das Schönste an den Rauhnächten, dass sie uns erinnern:
Du bist Teil eines Zyklus.
Du darfst langsamer werden.
Du musst nicht alles wissen.
Manchmal reicht es, still da zu sein und zu lauschen,
was von innen nach außen drängt.
Alles andere darf warten.
Komm nach Hause - zu dir.
In Liebe
Andrea





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